TL;DR
KI generierte Bilder kennzeichnen ist keine pauschale Pflicht, sondern hängt vom Kontext ab. In Medien, Wissenschaft, Politik und der Business-Kommunikation ist Transparenz besonders wichtig. In internen Präsentationen reicht oft der Kontext aus.
Zu Gast an der ZHAW: KI-Bildgenerierung live erklärt
Einer meiner kleinen Träume ist in Erfüllung gegangen: einmal an einer Fachhochschule zu unterrichten.
In Dr. Vanessa Glaessel Basso Unterricht zu Campaign Management an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften durfte ich 30 Minuten lang ein Referat mit Live-Demo zum Thema KI-Bildgenerierung halten. Das war für mich als Lernbegeisterte ein echtes Highlight.
Doch zurück zur eingangs gestellten Frage: Sollte man KI-generierte Bilder kennzeichnen? Diese Frage begegnet mir immer häufiger bei meinen Präsentationen, in denen ich die Umsetzung von KI generierten Bildern mit Tools wie ChatGPT, Midjourney und Co. vorstelle. So auch von den engagierten Studenten an der zhaw
Meine Antwort: Ja. Beziehungsweise: es kommt darauf an.
Ein paar Beispiele aus der Praxis
Auf Plattformen wie Instagram, wo KI genrierte Bilder mit einem KI-Label versehen werden können, kennzeichne ich diese bewusst. In Präsentationen zum Thema KI-Bilder integriere ich hingegen keine explizite Kennzeichnung. Denn hier gehe ich davon aus, dass der Kontext eindeutig ist.
Der Kontext macht den Unterschied. Medien, Wissenschaft, politische Kommunikation: Hier ist grösste Vorsicht geboten. KI generierte Bilder sollten wenn möglich vermieden werden oder ansonsten glasklar gekennzeichnet werden.
Auch in der Kunst gilt: Es sollte erkennbar sein, ob Werke traditionell oder per KI erstellt wurden. Das heisst aber nicht, dass jedes Bild eine eigene Plakette in einer Ausstellung benötigt. Im Business ist Transparenz essenziell. Kunden dürfen nicht getäuscht werden. Wer Vertrauen aufbauen will, sollte klar kommunizieren, wo KI im Spiel ist.
Transparenz im Business
Gerade in der Business-Kommunikation ist der Umgang mit KI generierten Bildern ein sensibles Thema. Wer mit visuellen Inhalten arbeitet, beeinflusst immer auch Wahrnehmung, Glaubwürdigkeit und Marke. Deshalb sollten Unternehmen genau überlegen, wann ein KI-Bildgenerator eingesetzt wird und wie offen das kommuniziert wird.
In vielen Kampagnen wird inzwischen sogar die Generierung durch KI geradezu als Feature verkauft. Das kann funktionieren, vorausgesetzt, die Botschaft bleibt ehrlich und nachvollziehbar. Ein KI-Bildgenerator ist ein starkes Werkzeug, aber eben kein Freifahrtschein für Intransparenz.
Wie wird das im Alltag gehandhabt?
Eigentlich scheint die Antwort klar. Doch wie wird das im Arbeitsalltag gehandhabt? Kennzeichnet ihr KI-Bilder in internen Präsentationen?
- Wie geht ihr mit KI-generierten Bildern in Kunden-Newslettern, auf Webseiten oder in anderen externen Medien um?
- Macht ihr Unterschiede je nach Branche oder Plattform?
Genau diese Fragen sind spannend, weil sie zeigen, dass KI-Bilder kennzeichnen nicht nur eine technische, sondern vor allem eine kommunikative Entscheidung ist. Je nach Einsatzbereich kann die Antwort unterschiedlich ausfallen.

KI generierte Bilder kennzeichnen
Mein Umgang mit Kennzeichnung
Ein paar Beispiele zu meinem Umgang mit Kennzeichnung. Auf Plattformen wie Instagram, wo KI-generierte Bilder kennzeichnen technisch möglich ist, nutze ich das bewusst. In Präsentationen zum Thema generative KI generierte Bilder setze ich dagegen eher auf den Kontext als auf zusätzliche Hinweise.
Bei LinkedIn habe ich im konkreten Fall keine einfache KI-Kennzeichnung gefunden. So habe ich Midjourney als Person getaggt im KI-Bild. Ich denke, klar ist anders, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ihr das KI-Bild von den echten unterscheiden könnt.
Die Frage, ob man KI generierte Bilder kennzeichnen sollte, hat keine pauschale Antwort. In manchen Kontexten ist eine klare Kennzeichnung wichtig, in anderen reicht die Einbettung in einen eindeutig erkennbaren Rahmen.
Für mich gilt ganz klar, dass Transparenz immer dann Pflicht ist, wenn Bilder Menschen täuschen könnten, Vertrauen relevant ist oder der Einsatz von KI-Bildgeneratoren nicht offensichtlich ist. Genau dort liegt der Unterschied zwischen kreativer Nutzung und problematischer Irreführung.
Du möchtest tiefer einsteigen?
In meinen KI-Bild-Kursen zeige ich dir, wie du Bilder gezielt mit KI erstellst und im Alltag oder für dein Marketing sinnvoll und sicher einsetzt.
