«Wer heute 40 ist und noch 25 Jahre arbeiten muss, ist in 5 Jahren abgehängt, wenn er KI nicht beherrscht.»
Mit diesem Satz eröffnete Jens Windel die Podiumsdiskussion «KI-Kompetenz im Unternehmen» an der SOM. Am Podium: Jens Windel, Prof. Dr. Darius Zumstein und ich, moderiert von Catrin Rubenson.
Uff. Hart, aber… nicht ganz falsch.
Die 4 wichtigsten Learnings
1. Success Cases blockieren – Fails bringen weiter
Ein Unternehmen wollte, dass alle ihre KI-Erfolge regelmässig im Team zeigen. Super Idee, oder?
Nach 3 Wochen: Niemand wollte mehr etwas präsentieren.
Dann haben sie gewechselt zu «zeigt eure Fails» und plötzlich sprudelte der Austausch wieder
Die Lektion: Perfektion blockiert. Schweizer Genauigkeit ist toll für Uhren, aber Gift für KI-Innovation.
Was funktioniert:
- «KI Fail Friday» – 15 Minuten, jemand zeigt, was nicht funktioniert hat und was Learnings daraus sind
- Experimente werden belohnt, auch wenn sie scheitern
- «Ich weiss es nicht» ist eine valide Antwort
2. «Einmal Kurs, dann können die das» funktioniert nicht
Sorry, aber nein.
Die Entwicklung ist so schnell, dass ich manchmal das Gefühl habe, ich renne Marathon – bergauf.
KI ist keine einmalige Checkbox auf der HR-Liste. Es ist eine Dauerreise.
(Klingt anstrengend? Ist es manchmal auch. Aber auch ziemlich spannend.)
Was stattdessen funktioniert:
- Nach der Initialschulung: Regelmässig Micro-Learnings
- Peer-to-Peer-Austausch institutionalisieren
- Learning by Doing und Anwendung in echten Projekten
3. Das Thema, worüber niemand spricht: Die Angst
Viele Leute haben einfach Angst. Nicht vor der Technologie – sondern um ihren Job.
Die beste Strategie?
Schau dir an, welcher Teil deiner Arbeit am nervigsten ist (und nein, hoffentlich sind’s nicht die Arbeitskollegen 😄) und zeig, wie KI genau DAS erleichtern kann.
Beispiele:
- Meeting-Protokolle?-> Chat GPT oder Optiverse
- Stockfotos suchen? -> Midjourney Bilder generieren
- Präsentationen formatieren? -> Gamma AI
Wenn Leute sehen, dass KI ihnen Zeit für die interessanten Teile verschafft, schwindet die Angst.
4. Silos müssen verschwinden
Darius brachte es auf den Punkt: «KI-Tools kennen keine Silos.»
Heisst konkret: Marketing, IT, Vertrieb müssen endlich miteinander reden.
Die Zeit der «das ist nicht mein Bereich»-Mentalität? Vorbei.
Was das bedeutet:
- Cross-funktionale KI-Teams statt Abteilungsdenken
- Wissen wird aktiv geteilt, nicht gehortet
- Tools werden gemeinsam evaluiert
Mein Fazit nach 1 Jahr KI-Training
Die Technik ist nicht das Problem.
Es ist die Kultur. Die Fehlerkultur. Die Lernkultur.
Und: Peer Learning funktioniert.
Ich bin in einer internationalen KI-Bild-Video-Community mit führenden Creators. Wir treffen uns wöchentlich online und tauschen uns laufend per WhatsApp aus. Das hält mich auf dem Laufenden UND es macht tatsächlich Spass.
Das ist Peer Learning in Reinform. Und genau das brauchen Unternehmen auch.
Die ganze Diskussion
Falls du nicht live dabei warst kannst du hier die komplette (und unterhaltsame!) Podiumsdiskussion nachschauen:
Du willst dein Team KI-fit machen?
In meinen Firmentrainings für KI-Bildgenerierung zeige ich nicht nur Tools, sondern vor allem auch: Wie ihr als Team eine Lernkultur aufbaut, die mit der KI-Entwicklung Schritt hält.
Wenn du gerne dein Team fit für die Zukunft machen möchtest, kontaktiere mich.
Monika Liechti ist KI-Expertin, Fotografin und Marketing-Strategin. Sie trainiert Unternehmen in der professionellen Nutzung von KI-Bildgeneratoren wie Midjourney und verbindet dabei über 24 Jahre Marketing-Erfahrung mit praktischem Know-how in Fotografie und AI.
